Flóki - Retter in Not

29 Mai 2018
Flóki
Unser Team in Bremen hat Ende letzen Jahres Zuwachs bekommen und zwar in Form eines damals kleinen Labradors, der eine sehr wichtige Aufgabe hat. Sein Name ist Flóki und er ist der Assistenzhund in Ausbildung unserer Kollegin Svenja.

Seit fast 30 Jahren leidet sie an Diabetes Typ I. Nach so langer Krankheitsdauer ist es nicht ungewöhnlich, dass der Patient eine sogenannte Unterzuckerungswahrnehmungsstörung entwickelt. Aus diesem Grund hat sie mit ihrer Familie entschieden, Flóki zu adoptieren und ihn mit Hilfe einer Trainerin als Diabeteswarnhund auszubilden. Schon während seiner ca. 1 ½ bis 2 Jahre dauernden Ausbildung wird er sie auf Schritt und Tritt begleiten und auch schon als Azubi assistieren, indem er ihre Blutzuckerentgleisungen bereits wahrnimmt bevor sie passieren.

Wir haben Svenja gebeten, über den aktuellen Ausbildungsstand zu berichten:

„In den vergangenen Monaten hat Flóki sich enorm gut entwickelt, er ist inzwischen fast 8 Monate alt und meistert seit nunmehr 5 Monaten seine Ausbildung zum Diabetesanzeigehund. Er ist schon von Anfang an mit großer Begeisterung dabei und setzt das Gelernte auch außerhalb der Trainingszeiten immer mehr um. Etwa alle 4 Wochen wird unser Trainingsplan neu gesteckt, so dass er immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen hat.

Flókis absolute Lieblingsaufgabe ist es, mir meine Notfalltasche zu bringen – die Tasche knistert ein bisschen wenn er sie im Maul hält, das ist das Größte für ihn! Aber auch die Probensuche macht ihm sehr großen Spaß. Dabei ist es zum Beispiel seine Aufgabe, aus einem Haufen identisch aussehender Shirts genau das herauszusuchen, das ich während einer Unterzuckerung getragen habe. Auch diese Herausforderung meistert er immer mit Bravour, es kommt nur sehr selten vor, dass er eins der anderen Shirts nimmt und falls doch, korrigiert er sein Versehen nach wenigen Sekunden und holt das richtige Teil.

Diese und verschiedene andere Übungen machen wir jeden Tag, damit Flóki am Ende seiner Ausbildung ganz routiniert handeln kann und im Notfall immer einem klaren Plan folgen kann. Übrigens trainieren wir auch ab und zu während meiner Pausen im Büro und auch immer mal an anderen Orten, damit Flóki seine Hilfestellung nicht ausschließlich mit seinem Zuhause verbindet, sondern zukünftig auch überall anders zuverlässig anzeigen kann.“